TV Synchrone Programmatic Advertising Werbung

TV-Werbung meets Programmatic Advertising

Die TV-Werbung bildet bereits seit vielen Jahren eine der effektivsten Methoden der Werbung, wenn es um die Ansprache der breiten Masse geht. Die multimedialen TV-Spots stellen dabei eine Form der Werbung dar, die den Nutzer durch die Ansprache der verschiedenen Sinnesorgane deutlich mehr involviert als beispielsweise eine Printanzeige. Doch das Konsumverhalten der TV-Nutzer hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert und das nicht unbedingt zum Vorteil der Werbetreibenden. Die Lösung dieses Problems soll nun die TV-synchrone Bannerwerbung darstellen.

Der Second Screen, ein verändertes Verhalten, das zu deutlich schlechteren Interaktionsraten in der TV-Werbung gesorgt hat. Unter dem Second-Screen versteht man die zeitgleiche Verwendung von zwei oder mehr Geräten. Im Zuge des TV-Konsums kommt es dabei meistens zu der zeitgleichen Verwendung von Smartphones oder Tablets. Mit dem Second Screen entstand ein großes Problem für Werbetreibende, denn die TV-Werbung wird bei weitem nicht mehr so fokussiert konsumiert.

Fraglich war nun an dieser Stelle, wie man die Probleme des Second Screens in einen Vorteil für Advertiser verwandeln konnte. Es galt somit die Online-Welt mit der Offline-Welt zu verknüpfen um so die Vorteile des Internets auch für die TV-Werbung nutzen zu können. Die bisher noch ungenutzten Vorteile in der zeitgleichen Verwendung lagen dabei vor allem in den Nutzerdaten sowie den gezielten Targetingmöglichkeiten. Es galt somit die Wirkungen der multimedialen TV-Spots mit den Targetingmöglichkeiten der Internetwerbung zu verbinden.

Aus diesem Ansatz entstand dann die TV-Synchrone Bannerwerbung. Das System dahinter läuft wie folgt:

Der Werbespot wird im TV ausgestrahlt. Über einen Satelliten kann dann mittels Video und Audio Fingerprinting erkannt werden, dass in diesem Moment der Spot ausgespielt wird. Dies geschieht über verschiedene Signale, die sogenannten Fingerprints. Anschließend wird ein Signal an die Demand-Side-Platform gesendet, welches dann die Programmatic Advertising Kampagne startet. Dieser Prozess geschieht dabei so schnell, dass die ersten Werbebanner ausgeliefert werden, während der TV-Spot noch im Fernsehen zu sehen ist.

Das System ist dabei bei weitem noch nicht am Ende, es gilt noch viele Probleme zu lösen. Beispielsweise müssen noch Wege ermittelt werden um das Targeting zu verbessern, denn eine wirkliche Targetingmöglichkeit gibt es bisher noch nicht. Die Targetingoptionen, die in der Programmatic Advertising Kampagne angegeben ist belaufen sich noch auf Schätzungen, was den Aufenthaltsort ihrer Zielgruppe angeht, denn wer da gerade wirklich vor dem TV sitzt ist unklar.

Vorteil dieser neuen Werbetechnologie ist jedoch, dass dem Nutzer ein Schritt in der Customer-Journey abgenommen wurde. Denn wenn er den Werbebanner sieht, so kann er durch einen einfachen Klick direkt auf die Zielseite gelangen. Es bedarf somit nicht einer aufwendigen Suche nach dem Produkt oder dem Eingeben einer URL, die oft nach dem TV Spot wieder in Vergessenheit geraten ist. Die Werbeerfahrung stellt für den Nutzer somit einen Mehrwert dar.

Erste Kampagnen haben gezeigt, dass Nutzer sehr stark auf TV-synchrone Bannerwerbung reagieren. Die Sprache ist von bis zu 250% höheren Klickraten. Diese Form der Werbung kann somit eine Methode darstellen, die die Effizienz von sowohl der TV-Werbung als auch der Bannerwerbung wieder deutlich steigern kann. Wir bleiben gespannt!